Ein Jahr Corona-Lockdown

Ein Jahr Corona-Lockdown

13. März 2021 Grundrechte Nordschwarzwald 0

Nach einem Jahr Corona-Lockdown zeichnet sich immer noch kein Ende ab. Die wärmeren Jahreszeiten und die steigende Immunität werden sicher für eine Entspannung der Lage sorgen, aber verlassen wird uns dieser Virus wie alle Grippeviren sicher nicht, sondern uns jeden Winter neue Mutationen bescheren.
Wir werden also mit Corona weiter „leben & sterben“ müssen, aber auch mit den gravierenden Veränderungen, die durch den Umgang mit Corona bewirkt wurden:

Spaltung der Gesellschaft,
zwischen Menschen, die Corona als große Gefahr für ihr Leben sehen und daher harte Maßnahmen befürworten, und Menschen, die Corona angesichts der geringen Übersterblichkeit nur als Grippe werten und die Kollateralschäden durch die Maßnahmen als größere Gefahr sehen.

Geteiltes Vertrauen zu Regierung und Verwaltung,
von Bürgern, die die Wahl ihrer Vertreter durch deren Handeln bestätigt sehen, anderen denen es egal war und egal bleibt was die Regierung macht, und Bürgern, die sich nicht mehr vertreten fühlen.

Wenige Gewinner und viele zerstörte Existenzen
Die Medizinbranche, der Onlinehandel und die IT-Unternehmen, gehören sicher zu den Gewinnern. Vielen Einzelhändlern und Restaurants und der Veranstaltungsbranche ist jedoch die Luft ausgegangen. Weitere Auswirkungen in der Industrie werden noch folgen. Dies zieht viele Arbeitslose nach sich und wird weitere Folgen für unseren Lebensstandard haben.

Propaganda, Desinformation und Zensur
von allen Seiten, so dass man nun alles hinterfragen muss und nichts mehr einfach glauben kann. Die Zensur greift nun kategorisch durch und unterdrückt auch relevante Informationen.

Größeres Gesundheitsbewusstsein der Menschen,
für einige durch die Stärkung des Immunsystems und der Vitalität, für andere in der Vorsorge und Nachsorge durch pharmazeutische Produkte.

Chronische Angst
bei ängstlichen und vorbelasteten Menschen, die ein Jahr lang mit täglichen Horror-Meldungen überschüttet wurden, bei vielen aber auch erneuerte Lebenslust nach der Zeit der Entbehrung.

Gestörtes Sozialleben,
bei Kindern, die in der Zeit nicht mehr miteinander spielen durften, bei Eltern, die mit den zusätzlichen Aufgaben überfordert waren, bei Arbeitnehmern, die alleine und kontrolliert im Home-Office arbeiten mussten und bei Senioren, die isoliert in ihrer Wohnung oder ihrem Pflegezimmer eingesperrt waren.

Veränderte Beziehungen,
gescheiterte, zwischen Menschen, die durch konträre Ansichten in den Punkten oben, keine Kommunikationsebene mehr finden konnten oder sich sogar gegenseitig denunziert haben,
neue, zwischen Menschen, die durch gleiche Ansichten zu einander gefunden haben.

Viele Fragen,
was gewesen wäre,
wenn wir früher oder anders oder gar nicht gehandelt hätten,
wenn wir uns besser um unsere Gesundheit / unser Gesundheitssystem gekümmert hätten,
wenn wir Kritiker wegen ihrer konträren Ansicht nicht ausgegrenzt hätten.
Eine Frage stellt sich jedoch nicht, nämlich wer die Kosten für diese Veränderungen tragen wird. Das werden wir Steuer- und Krankenkassenbeitragszahler, Konsumenten und Gastronomie-Besucher in den nächsten Jahren on-Top leisten müssen.

Eine Neue Welt,
die sich deutlich von der alten unterscheiden wird, im Guten wie im Schlechten, ähnlich wie nach einem Krieg, nur in diesem Fall, einem weltweiten Krieg gegen einen „unsichtbaren“ Feind der scheinbar nie besiegt werden kann.

Und viele Erinnerungen,
an die Zeit vor Corona

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